Wir sind in der Kirche, nicht auf dem Spielplatz!

Wir sind in der Kirche, nicht auf dem Spielplatz!

Mit diesen grimmig einleitenden Worten der Franziskanerinnen Ordensschwester startet das diesjährige Krippenspiel in Roßbach. Ich schaute und vor allem hörte mich um. Die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, viele Familien mit noch mehr Kindern waren anwesend. Großeltern saßen strahlend neben ihren Enkeln, Menschen, welche sich das Jahr über selten sehen, kamen beim Roßbacher Krippenspiel zusammen. Der Weihnachtsbaum prächtig geschmückt, viele Kerzen brannten. In allen Gesichtern Vorfreude auf das Krippenspiel und den heiligen Abend. Von Spielplatzatmosphäre waren an diesem Abend alle mehr denn je entfernt, was auch durch den durchweg festlichen Kleidungsstil unterstrichen wurde. Sicherlich haben Ordensschwestern ein anderes Verständnis von Ruhe und Einkehr als wir Eltern. Bei allem Respekt vor der Arbeit der Ordensschwestern verweise ich hier auf den Freitags- und Sonntagsgottesdienst, welcher ein optimales Maß an Ruhe bietet. Wie viel Einsatz von ehrenamtlichen Helfern hat es gekostet, das Kinderkrippenspiel vorzubereiten. Und welches Maß an Geringschätzung bringt man ihnen mit diesen einleitenden Worten entgegen. Jeder durchschnittliche Kindergeburtstag hätte in Hinblick auf Lautstärke und Bewegungsdrang ein Vielfaches dessen der vollbesetzten Roßbacher Kirche an diesem Abend übertroffen.

Ich wünsche allen Familien sowie deren Angehörigen und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest mit vielen leuchtenden und aufgeregten Kinderaugen.

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Vorweihnachtszeit

Weihnachten. Lustig.

Weihnachten. Lustig.

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BAUHAUS

Liebes BAUHAUS Team,

Samstag ist BAUHAUS Tag. Das bedeutet bei Männern: Erhöhter Puls ab 5 Uhr morgens, 7 Uhr fertig gefrühstückt, gegen 8 die Kinder eingepackt, 9 Uhr im BAUHAUS. Die Jagd kann also beginnen.

Doch beschlich mich diesen Samstag ein ungutes Gefühl bereits beim Betreten. Es war irgendwie anders. Menschen irrten hilflos umher. Was ich zu diesem Zeitpunkt nur ahnte und kurze Zeit später zur Gewissheit wurde: Ich sollte auch bald einer von ihnen werden.

BAUHAUS hat um geräumt

So begab ich mich auf meine Odyssee, irrte durch die Gänge und traf wieder auf hilflose Menschen – manche von ihnen mit BAUHAUS Logo auf der Jacke. Ein Ziel ist damit erreicht: Ich kenne jetzt Winkel, welche ich nur mit Hilfe meiner Frau erreicht hätte: Tapeten, Dekoartikel und Bilderrahmen.

Nach einer halben Stunde das bisher einzige in meinem Einkaufswagen waren meine Kinder. Und auf die Nachfrage, wo denn nun Kanthölzer und Dinge fürs Grobe zu finden seien, verwies man mich auf die Drive In Arena. Da gibt es aber keinen Zugang, sondern nur eine Einfahrt von außen, über den Parkplatz. „Klar“, schrie ich innerlich den befragten Mitarbeiter an, „heißt ja auch Drive In und nicht Walk In!“. Also an die Kasse, Kids über den Scanner ziehen lassen, raus, alle ins Auto, über den Parkplatz, rein in die Arena. Dort nur die Hälfte dessen bekommen, was auf meinem mittlerweile wutzerknüllten Zettel stand.

Liebes BAUHAUS Team: Das nächste mal in der Werbebeilage einfach einen Hinweis „Wir haben für Sie um geräumt!“. Dann kann man sich mental darauf einstellen, Verpflegung einpacken, die Kinder zu Hause lassen und der Familie mitteilen, man sei sicher gegen Abend zurück.

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Frühling

fruehling

Fällt der erste Krokus um
Der Märzenbecher auch recht krumm
Der Nachwuchs friert bei steifer Brise
Im Garten bei der Anneliese

Der Kranich kehrt zurück verfrüht
Der Wildgans genau gleiches blüht
Der Maulwurf liegt erschöpft im Hügel
Verwirrt auf Brautschau schon der Igel

Die Finger steif binnen Sekunden
Gleiches bei den Füßen unten
Die Nase rot, die Lippen blau
Im Hirn kommt’s zum Gedankenstau

Dann steht fest, es dauert noch
Auch wenn es schon ein bisschen roch
Nach Frühling, Sonne, Wohlbehagen
Er kommt, bestimmt, bloß nicht verzagen!

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